Gauversammlung in Gollenshausen 2012

Michael Bernauer weiter Gauvorstand

Der Vorstand der Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigaues ist auch in den nächsten drei Jahren Michael Bernauer. Und sein Vertreter heißt weiter Anton Linner. In der Jahreshauptversammlung in Gollenshausen im Gasthaus „Chiemseewirt“ haben die Mitglieder die beiden in ihren Ämtern bestätigt.

Gauvorstand Michael Bernauer (links) ernannte Lorenz Plenk (Mitte) zum Ehrenmitglied. Die Neuwahlen des Vorstandes brachten kaum Veränderungen. Neuer Schriftführer ist Michael Koch. Foto ThümmlerGauvorstand Michael Bernauer (links) ernannte Lorenz Plenk (Mitte) zum Ehrenmitglied. Die Neuwahlen des Vorstandes brachten kaum Veränderungen. Neuer Schriftführer ist Michael Koch. Gollenshausen – Unter Leitung des Gstadter Bürgermeisters Bernhard Hainz wurde auch Gaukassier Georg Steiner wiedergewählt. Zum Nachfolger von Schriftführer Lorenz Plenk, der nicht mehr kandidierte, bestimmten die Mitglieder – ebenfalls einstimmig – Michael Koch. Plenk wurde aufgrund seiner langjährigen Verdienste zum Gauehrenmitglied ernannt.               

                                                                                                © OVB Foto Thümmler

Bernauer betonte, dass 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges den Kameradschaften auch heute noch die Rolle des Mahners für Frieden und Freiheit ohne Gewalt verbleibe. Es gelte, das Gedenken an die Gefallenen und die Erinnerung an die katastrophalen Auswirkungen der beiden Weltkriege aufrecht zu erhalten und damit das Bewusstsein für ein friedliches Miteinander zu stärken. Auch nicht vergessen dürfe man die über 50 gefallenen deutschen Soldaten im afghanischen Auslandseinsatz, so der Gauvorstand weiter. Dazu würden die Gedenkfeiern bei den Jahrtagen am Volkstrauertag und bei den Wallfahrten nach Maria Eck und auf die Kampenwand beitragen. Gauvorstand Bernauer ließ schließlich nicht unerwähnt, dass durch den Wegfall der Wehrpflicht auf die Krieger- und Soldatenkameradschaften im Hinblick auf die Mitgliederentwicklung und einen gesicherten Fortbestand große Probleme zukommen werden.

Der gastgebende Verein Gollenshausen mit Vorstand Peter Gartner und Bürgermeister der Gesamtgemeinde Gstadt Bernhard Hainz freuten sich, dass die Gauversammlung erstmals in Gollenshausen stattfinde. Gartner betonte, dass Gollenshausen sozusagen als Grenzdorf zum Landkreis Traunstein auch der Rosenheimer Interessengemeinschaft der Kriegervereine angehöre. Die stellvertretenden Landräte von Rosenheim, Josef Huber, und von Traunstein, Georg Klausner, betonten die Bedeutung der Veteranenvereine, die sich das Wachhalten der Erinnerung an die toten Krieger auf ihre Fahnen geschrieben hätten und Mahner für den Frieden seien.

Der Vertreter der Bundeswehr, Oberstleutnant a. D. Erwin Wudtke, ging auf die Aussetzung der Wehrpflicht ein und betonte den Stellenwert der Reservisten. „Wir brauchen weiterhin Reservisten“, so Wudtke. Der Vertreter der Bundeswehr sagte weiter, dass die Heeresstandortgruppe Traunstein jetzt auch offiziell aufgelöst worden sei.

Bernauer freute sich, dass es gelungen sei, erstmals den Bezirksgeschäftsführer der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, Jörg Raab, für ein Grußwort zu gewinnen. Raab dankte für das tolle Sammelergebnis des Landkreises Traunstein aus dem Jahre 2011. In 65 Sammlungsorten seien 62055 Euro zusammengekommen. Raab erhielt einen symbolischen Spendenscheck.

Zur Kriegerwallfahrt nach Maria Eck in diesem Jahr sagte Bernauer, dass der Gau eine neue Lautsprecheranlage teste, die eine bessere Verständigung bieten solle. Auf weitere Termine verwies er ebenso: auf die Wallfahrt auf die Kampenwand am 26. August, ausgerichtet von der Gemeinde Bernau, auf das Fest zum 100-jährigen Bestehen in Peterskirchen am 16. September und in Seebruck am 23. September.

Die Neuwahl des Gauausschusses brachte folgendes Ergebnis: Die Mitglieder heißen Walter Knott, Simon Daxenberger, Matthias Pscheiden, Alfred Schöberl und Hubert Paxentahler junior (neu im Gremium).

In der Diskussion kam die Fahnenhandhabung zur Sprache. So müssen beim „guten Kameraden“ und am Grabe die Fahnen gesenkt und beim Lied „Großer Gott wir loben Dich“ und bei der Bayernhymne die Fahnen grundsätzlich präsentiert werden.

Bericht und Bild aus ovb-online vom 28.03.2012