Chronik

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Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft, der drittälteste Verein der Gemeinde, wurde als „Krieger- und Veteranenverein Grabenstätt“ am 21.Januar 1866 gegründet.

Vor dem Gründungsdatum 1866 gab es bereits überörtliche Zusammenschlüsse u. a. im „Kampfgenossenbund“, der von Heimkehrern der 33.000 Bayern aus den napoleanischen Kriegen gegründet worden war. Nachweislich haben auch Kameraden aus Grabenstätt an Veranstaltungen in Traunstein, 1831 in Übersee und 1834 in Bergen teilgenommen.

 

Mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und der damit verbundenen Erhöhung der bayerischen Armee auf 69.000 Mann erhöhte sich zwangsläufig auch die Zahl der Reservisten. Dies führte zur Gründung eines selbstständigen Vereins, da im Kampfgenossenbund nur Soldaten, die  „im Feuer gestanden hatten“ aufgenommen wurden.

 
 

Der 1. Vorstand war Joachim Hildebrandt, Gastwirt in Buch, der den Verein von 1866 – 1901 führte. Zwischen 1866 und dem 1. Weltkrieg kann man eine rege Vereinstätigkeit feststellen, dies dürfte nicht zuletzt auf die patriotische Gesinnung zurückzuführen sein, die in Deutschland nach dem gewonnenen Krieg 1870/71 und der damit verbundenen Kaiserkrönung Wilhelm I und Reichsgründung vorherrschte.

 
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Jahre 1890 fand die vorgezogene 25-Jahrfeier und die Weihe der neuen stilvollen und aufwendigen Vereinsfahne statt. Die einfach gestaltete Fahne von 1866 wurde bisher in der Johanneskirche aufbewahrt.

Bedingt durch die große Anzahl der Kriegsteilnehmer am Weltkrieg 1914/18 nahm die Zahl der Vereinsmitglieder zu und die Vereinstätigkeit wurde erheblich aktiviert.

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Zusammen mit der Einweihung des Kriegerdenkmals am 02. September 1923 wurde die neu beschaffte und noch heute in Gebrauch befindliche Fahne eingeweiht.

Während des „Dritten Reiches“ wurden die bisherigen Verbände zentral unter dem bereits in Norddeutschland bestehenden Kyffhäuserbund zusammengefasst.

 

Der Veteranen- und Kriegerverein hieß ab diesem Zeitpunkt Veteranen- und Kriegerverein im deutschen Reichskriegerbund (Kyffhäuser). Die Vorstände nannten sich ab diesem Zeitpunkt (1934) Kameradschaftsführer. Während des Krieges 1939/45 war nur noch eine geringe Vereinstätigkeit festzustellen und ab 1943 war sie völlig eingestellt.

 

Der Vorstand, der den Verein von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik geführt hat, war der Gutsverwalter Markus Rachberger (Vorstand von 1928 – 1951).

 
 

Die erste Vereinstätigkeit nach Aufhebung des Vereinsverbotes durch die Besatzungsmächte ist 1950 nachweisbar. Mit der Renovierung des Kriegerdenkmals und der Anbringung der Namen, der im 2. Weltkrieg Gefallenen, wurde die renovierte Fahne geweiht.

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg fand eine rege Teilnahme an außerörtlichen Veranstaltungen mit z. T. großer Teilnehmerzahl statt. Dies ist zurückzuführen auf das Wiedersehen mit Kriegskameraden und Erkundigungen nach Gefallenen und Vermissten.

 

Im Jahr 1957 wurde das 125-jährige Bestehen des Vereins gefeiert, ausgehend auf eine überörtliche Zusammenkunft im Jahr 1832.

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Im Jahr 1971 wurde der „Krieger- und Veteranenverein“ in Soldaten- und Krieger- kameradschaft umbenannt. Die SKK beteiligt sich, wenn möglich, an allen Feierlichkeiten der umliegenden Vereine. Feste Veranstaltungen in der Gemeinde sind der Jahrtag der Ortsvereine, das Fronleichnamfest, die Soldaten- und Kriegerwallfahrt nach Maria Eck, die Feier auf der Kampenwand und das Totengedenken am Volkstrauertag.

Die Jahreshauptversammlung wird jeweils am Volkstrauertag im Anschluß an den Gottesdienst und dem Totengedenken abgehalten.

Am 26. 03. 2006 erfolgte die Neuweihe der restaurierten Fahne von 1923, verbunden mit der Feier des 140-jährigen Bestehens der SKK.

 

erstellt von: Siegfried Riede